Edinburgh

Ende September zog es Manuel und mich nach Edinburgh, der Hauptstadt von Schottland. Wir suchten nach einer Feriendestination, wo wir etwas Stadt und Land hatten und fanden in Edinburgh das perfekte Beispiel. 
Als wir ankamen war ich mir da anfangs noch gar nicht so sicher. Die Stadt schien etwas gewöhnlich und langweilig. Doch nach einem halben Tag war ich begeistert. Obwohl die Stadt eine solche Grösse mit imposanten Gebäuden besitzt, strahlt sie Ruhe und Gelassenheit aus. Diese färbte schnell auf uns ab und wir konnten so richtig entspannen und trotzdem viel erleben während der Zeit! 
Unsere Reisezeit lag perfekt, denn die grossen Touristenmassen waren bereits vorbei. Und abgesehen davon trafen wir wirklich das absolute Traumwetter! Wir hatten eine ganze Woche einfach nur Sonnenschein mit wunderschönen, erinnerungswürdigen Sonnenuntergängen. Dazu war es tagsüber immer so um 20 Grad und mehr! Was für ein Glück. 

Weil mich dieser Ort so faszinierte, erzähle ich euch jetzt meine liebsten Erlebnisse und Plätze! Alle Bilder sind mit der Nikon d800, dem 35 & 85mm und der Sony Alpha6000 mit dem 20mm entstanden. 

Calton Hill
Als ich mich im Voraus informierte dachte ich, dass ich dieses touristentypische Ziel wahrscheinlich nicht zu sehen brauchte. Doch weit gefehlt! Wir sassen am Sonntag auf dem Hügel, genossen die Aussicht über die Stadt und beobachteten die Einheimischen und anderen Touristen beim Plaudern und Spiele spielen. Wirklich, dort müsst ihr hin. Die verschiedenen spannenden Bauten machen den Hügel nur interessanter. 
Wir waren sogar noch ein zweites Mal, zum Sonnenuntergang, dort. Die ‚bekannteste’ Ecke war wirklich richtig voll mit fotografierenden Menschen. So sassen wir auf unseren Jacken neben Studenten und Hunden und konnten kaum glauben wie lange das Spektakel dauerte! Wirklich, so einen Sonnenuntergang habe ich selten gesehen. 

Der kleine Hügel vor Arthur’s Seat
Arthur’s Seat ist ein kleiner Berg mitten in der Stadt. Die Aussicht von dort oben soll fantastisch sein – was ich leider nicht beurteilen kann. Wegen meinem kaputten Fuss besuchten wir ‚nur‘ den kleinen Hügel vor Arthur’s Seat. Von dort hatten wir aber auch einen mega Blick auf die Stadt. Wir sassen auf den Steinen am Abgrund, guckten der Sonne beim Verschwinden zu und warteten bis die Lichter der Stadt angingen. Das war das allerschönste Erlebnis. 

North Berwick und Tantallon Castle
Dieser Ort ist etwa 30 Minuten mit dem Bus entfernt, würde man den denn richtigen nehmen. Wir wollten eigentlich am Morgen früh dort sein, jedoch erwischten wir eine Art Schulbus. War aber irgendwie auch lustig, die Schulkinder in ihren Uniformen zu beobachten. 
Auf alle Fälle kamen wir erst so um neun an und stiegen zu spät aus. So liefen wir dann zum Tantallon Castle mit der Absicht auf dem Rückweg in North Berwick zu halten. Das Tantallon Castle erreichten wir über eine Landstrasse, wo wir noch einen Abstecher zum Strand machten. Die Ebbe war faszinierend. Wir durchquerten aus Versehen ein Anwesen direkt am Meer. Um die Ecke sass der Besitzer und wir machten uns schon Sorgen – was aber absolut kein Problem war. Allgemein, die Schotten sind so freundliche Leute, unglaublich! Beim Castle assen wir dann was, erkundigten die Ruine und waren mächtig beeindruckt! 
Auf dem Rückweg hielten wir also dann noch in North Berwick und bestaunten das Städtchen. Direkt am Meer liegen Wohnhäuser deren Garten an den Strand angrenzen! Der Hafen war auch ziemlich nett zu besuchen . Am Ende des Tages waren wir fix und fertig von diesem wunderschönen Ausflug. 

Airbnb Host
Unsere Airbnb Hosts waren so lieb und aufmerksam. Am letzten Abend assen wir mit ihnen Dinner und tauschten uns aus. Es war schön und sehr interessant aus so einer ähnlichen aber auch entfernten Kultur zu erfahren. Das hat unseren Aufenthalt noch einmal schöner gemacht!

Pärke
Egal wo wir uns jeweils befanden, eine Grünfläche war nicht weit weg. Sogar an der Prince Street, der grössten Einkaufsstrasse liegt direkt angrenzend ein riesiger Park! Diese Pärke waren nicht nur überall aufzufinden, nein sie sind auch noch so richtig gepflegt! Durch diese Orte scheint die Stadt zu atmen, wir hatten wirklich nie den Eindruck wir seien in einer Grossstadt. 

Das schottische Geld
Da hatten wir drei Banknoten mit gleichem Wert und keine sah der anderen ähnlich – was ziemlich verwirrend werden konnte. Ich fand’s allerdings ziemlich abwechslungsreich. 

Glasgow 
Glasgow war für mich jetzt nicht unbedingt ein Highlight. Wir kamen meiner Ansicht nach vom ruhigen Edinburgh direkt in die laute, etwas dreckige Stadt. War mir gerade etwas viel Unterschied, aber naja, jetzt war ich dort. Interessant ist allerdings, wie gut das Bussystem zwischen den Städten funktioniert. Innerhalb einer Stunde ist man in der anderen Stadt und zahlt nicht mal sonderlich viel. Auf Empfehlung gingen wir am Mittag in ein mega tolles Restaurant. Wenigstens lohnte sich der Besuch von Glasgow so! :)

Ich habe einige Postkarten drucken lassen, wenn du gerne eine möchtest freue ich mich sehr darüber! :)