Zweifel & Vorsätze 2016

Wie es halt so ist, habe auch ich mir einige Neujahrsvorsätze genommen. Klar, der Januar ist schon beinahe vorüber, aber ich wollte euch doch noch davon erzählen und wie es dazu kam.
Im 2015 habe ich mich stark auf die Event- und Konzertfotografie konzentriert. Gerade durch LIVEIT.CH hatte ich dafür immer wieder einen Grund. Dieser ist selbstverständlich nicht weg, Manuel und ich arbeiten natürlich nach wie vor an dem Grossprojekt!

Als ich mir im August den Fuss brach nahm mir das definitiv Wind aus den Segeln. Plötzlich stellte ich vieles in Frage – besonders mein Zeitmanagement und mein Ziel.
Der Bruch heilte ganze fünf Monate nicht richtig, wodurch irgendwie meine Demotivation gegenüber der Fotografie wuchs. Wenn man solange nicht richtig auftreten kann – ja dann hat man eben die Zeit für solche Gedanken. Bei jedem Jobangebot musste ich erst überlegen, ob das die Schmerzen überhaupt zulassen, beim Konzertfotografieren gab es abzuschätzen ob mir denn auch wirklich niemand auf die Füsse stehen würde.

Im Dezember fotografierte ich fast nichts. Und Ende Dezember war ich echt soweit, dass ich nach einem wunderbaren Video in Tränen ausbrach. Nikon stellte das neue Flaggschiff ‹Nikon D5› vor und produzierte zum Release ein kleiner Film. Darin sprechen einige Fotografen von ihrer Motivation, ihrer Passion zur Fotografie. Es führte mir meine eigene Unklarheiten vor Augen. 
Aber ganz ehrlich, ich wusste ja, dass ich nicht mit der Fotografie aufhören würde. Doch ich merkte auch, dass ich etwas ändern musste um meine Motivation wiederzufinden. Denn irgendwo zwischen all den Erlebnissen war mit einfach mein Ziel und meine Absicht verloren gegangen. 

Versteht mich nicht falsch, 2015 war ein wunderbares, ereignisreiches Jahr und ich bin für jeden Moment, jedes Bild, jeden Job, jede Begegnung dankbar.

Ich überlegte nun, weshalb ich eigentlich fotografiere. Die Zusammenfassung: Ich fotografiere, weil mir das Gestalten von Bilder und der Umgang mit Menschen Spass macht.
Also begann ich wieder da.
Beispielsweise fotografierte ich im letzten Jahr kaum Portraits, insgesamt lassen sich die Shootings an zwei Händen abzählen. Und das bei dem Bereich, den ich liebe! Also beschloss ich: Das will ich 2016 definitiv mehr machen. Ich mag auch mehr richtig fetzige Konzertbilder erstellen, mich noch etwas mehr aus der Komfortzone des Bühnengrabens wegbewegen.

Ich möchte versuchen, bei jedem Projekt die schönsten Bilder zu machen. Und klar, das ist wahrscheinlich etwas ambitiös, aber hey - mehr als schief gehen kanns ja nicht, oder? :) 

2016 soll für mich für die Freude am Fotografieren stehen.

Und deshalb hier die ersten Portraits seit langem. Danke Natalina <3